Die Symptome im Stadium II der Rosacea, in dem auch Pusteln und Papeln auftreten, ähneln teilweise denen der Akne so stark, dass früher sogar von “Akne Rosacea” die Rede war. Bei genauerer Betrachtung gibt es jedoch einige Hinweise, die Aufschluss darüber geben, um welche der beiden Hauterkrankungen es sich handelt.
Unterschiede zwischen Akne und Rosacea:
- Während Akne oft mit Mitessern einhergeht, ist dies bei reiner Rosacea normalerweise nicht der Fall.
- Personen mit Akne haben oft stark ölige Haut, während die Haut im frühen Stadium der Rosacea normalerweise eher trocken ist. Es kann jedoch im späteren Verlauf der Rosacea zu öligerer Haut kommen.
- Typisch für Rosacea ist das Auftreten der Symptome im mittleren Gesichtsbereich, wobei es Ausnahmen geben kann. Akne kann entzündliche Pusteln im gesamten Gesicht, einschließlich Schläfen und Kieferlinie, sowie an anderen Stellen wie Rücken, Schultern und Brust verursachen.
- Die Symptome der Rosacea treten oft nach Triggern auf, wie Sonnenexposition, Alkoholkonsum, eine für Rosacea ungünstige Ernährung oder Stress.
- Juckende oder brennende Pusteln bei Rosacea können sich symmetrisch anordnen, zum Beispiel jeweils einen Zentimeter vom rechten und linken Nasenflügel entfernt. Dies ist bei Akne eher untypisch.
- Akne-Pusteln sind oft tiefer und haben eine klare Eiterfüllung.
- Hormonelle Faktoren, überaktive Talgdrüsen und Verhornungsstörungen werden oft als Ursachen für Akne diskutiert.
Die Behandlung von Rosacea kann in milden Fällen gut auf äußerliche Anwendungen wie Cremes oder Salben ansprechen. Es stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung, und Laserbehandlungen können helfen, sichtbare Äderchen und Rötungen zu reduzieren. In fortgeschrittenen Stadien können Tabletten erforderlich sein. Die richtige Hautpflege spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, und es wird dringend empfohlen, Hautpflegeprodukte mit Alkohol, Duftstoffen und Parfüm zu vermeiden.
Die Behandlung von Akne hängt vom Schweregrad und der Art der Erkrankung ab. Eine individuelle und konsequente Langzeittherapie ist entscheidend. Die Behandlung beginnt oft mit topischen Anwendungen von Cremes oder Salben und kann bei unzureichender Wirkung auf Tabletten umgestellt werden. Antibiotika und Retinoide sind gängige Wirkstoffe. Bei hormonell bedingter Akne kann auch die Verwendung einer Antibabypille in Betracht gezogen werden. Aknenarben können mit Fraxel-Laser oder ähnlichen medizinischen Lasergeräten häufig erfolgreich reduziert oder entfernt werden.
Periorale Dermatitis, auch als “Stewardessen-Dermatitis” oder rosaceaartige Dermatitis bekannt, betrifft häufig gut gepflegte Haut im Mund- und Augenbereich. Sie geht mit entzündlichen Knötchen, Bläschen und gelegentlicher Schuppung einher. Überpflege der Haut wird als mögliche Ursache vermutet, daher ist das vorübergehende Weglassen von Kosmetika oft ratsam. In einigen Fällen können spezielle entzündungshemmende Cremes verschrieben werden. Es ist jedoch äußerst wichtig zu beachten, dass Cortison-Cremes in diesem Zusammenhang vermieden werden sollten, da sie langfristig die Erkrankung verschlimmern können.





